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Im Dezember 2004 / January 2005 vereinbarte ich verschiedene Bakentests mit David, VK6DI, in der Nähe von Perth (OF88cc), auf 30m. Die Entfernung zwischen unseren beiden Stationen beträgt 13584 km. David bat mich, zunächst mit einer Sendeleistung von mindestens 1 Watt zu beginnen, damit er das Signal schneller finden kann, doch der mir zur Verfügung stehende Eigenbau-Bakensender brachte nur maximal 250 mW output. Ich habe deshalb meinen ICOM 725 Transceiver aufgeschraubt, und die untere Leistungsgrenze mit dem entsprechenden Einstellregler auf 1,2 Watt heruntergedreht, so dass am 5. Dezember 2004 der erste Test im QRSS3-Mode stattfinden konnte. David hatte trotzdem Schwierigkeiten mein Signal zu finden, da der ICOM bezüglich der Anzeige leider 50 Hz daneben lag. Außerdem war die Tastung nicht ganz frei von FM. Da die Auflösung der verwendeten Monitorprogramme besser als 1 Hz ist, sieht man die verformten Morsezeichen deutlich. Die relativ "hohe" Sendeleistung verursachte auch Mehrfachbilder bei den europäischen Zuhörern, weshalb ich mich entschloß, den ICOM nicht wieder für QRPP-Experimente einzusetzen. Als Antenne stand ein einfacher 30 m Halbwellendipol in ca. 8m Höhe zur Verfügung, siehe nachstehende Abbildung, aufgenommen am 4.Jan.05 um 16:30 Uhr Lokalzeit. Die Spannrichtung ist Süd-West/Nord-Ost, d.h. die Antenne strahlt in Richtung VK, insofern man bei Dipolen überhaupt von Strahlungsrichtung sprechen kann.
*** 5. Dezember 2004 ***
Das 1.2 Watt signal from ICOM 725 mit miserabler Tastung (aufgenommen von G3GKI)

Und so schaute es in "down under" aus ...
*** 11/12. Dezember 2004 - 50mW ***
Ich baute nun meinen 200 mW Homemade-Bakensender wieder auf, doch aus unbekanntem Grunde kamen nur noch 50 mW Leistung heraus. Da ich an diesem Tag nicht mehr viel Lust hatte den Fehler zu suchen und die für den Test vereinbarte Zeit immer näher rückte, startete ich einfach mit verminderter Leistung. Nachfolgend ein paar Bilder von den Originalsignalen (grün), sowie diverse Bildschirmmitschnitten von VK6DI, G0DJA und G6AVK.

Zugegeben, eine wirklich eigenwillige Signalform :-)

... und das Ergebnis in VK6.

... sowie bei G6AVK.
Um die Möglichkeiten der Software des CWK2 Steuergerätes zu demonstrieren, programmierte ich eine weitere ausgefallene Signalform.

Signalmuster Nr. 2

VK6DI: "Sharky's" (DL6NL) Dreieckschwingung unter meinem Signal.

Zitat G0DJA: "Es schaut aus, wie die Sandburgen der Kinder"
*** 31. Dezember 2004 - 240mW ***
Nach Reparatur des Bakensenders, stand zum Jahresende nun wieder die volle Leistung zur Verfügung. Ein aufwändiger Bakentext fand Verwendung, bestehend aus 2 x 10 Trapez-Schwingungen, sowie einem DFCW, QRSS5 und "Slow Hellschreiber"-Teil. Während von der Hell-Aussendung nur schwache Spuren in VK6 sichtbar waren, konnte die trapezförmige Kurvenform recht gut empfangen werden.

bei VK6DI

Die "Neujahrsbotschaft" im Hellschreiber-Mode, empfangen von VK6DI

... deutlichere Konturen in Europa, bei LA5VNA
Anfang Januar folgten weitere Tests, wobei die Leistung, beginnend mit 40 mW, schrittweise immer weiter reduziert wurde. Die Ergebnisse sind in den folgenden Bildern zusammengefaßt.
*** 1. Januar 2005 - 40mW ***

Trotz geringerer Leistung ein recht gutes Resultat !
*** 2. bis 6. Januar 2005 - 20mW ***

Schwache Spuren der trapezförmigen Schwingung wurden am 4. Januar um 15:17 UTC sichtbar ...

Auf Grund günstigerer Ausbreitungsbedingungen am 6. Januar gegen 1834 UTC verbesserte sich das Signal noch weiter. Eine QRSS Aussendung von OM1II tauchte plötzlich unangekündigt unter der meinen auf :-)
*** 6. Januar 2005 - 10 mW ***
Am gleichen Tag, gegen 19:30 UTC, beschlossen wir die Leistung nochmals zu halbieren.

Während einer 2. Bandöffnung zwischen 21 und 22 Uhr UTC war das 10 mW-Signal plötzlich stärker, als alle anderen zuvor mit mehr Leistung
*** 11. Januar 2005 - 5 mW ***

Schwach, aber mit nur 5mW 100%-ig zu identifizieren in VK6 ! (19:35 UTC)
Alle weiteren Versuche mit VK6 im Leistungsbereich von 1 - 2.5 mW schlugen bisher fehl.
Wie man den Informationen in Johan's e-mail-Reflektor entnehmen konnte, hatten sich inzwischen Mike, ZL4OL und Larry, WB3ANQ, ein langjähriger "HiFER-Aktivist" (High Frequency Experimenter), zu uns gesellt. Peter, DL6NL, führte während der Sommermonate erfolgreiche Tests mit ZL4OL durch, wie der folgende Snapshot beweist.

Peter's Dauerträger mit Leistungsabstufungen von 1W, 100mW, 10mW, 1mW am 3. Juli 2005, 0457utc. Zwischen dem 1mW und dem 1W Segment ist zur optischen
Trennung ein "Marker" eingefügt.
Obwohl die Entfernung nach ZL größer ist als nach VK6, waren die Feldstärken höher. Außerdem konnte wiederholbar nachgewiesen werden, dass die Ergebnisse über den langen Weg nach ZL besser waren als auf dem kurzen Weg. Peter vermutet, dass die geringe Signaldämpfung durch "Grayline Propagation" zu Stande kommen könnte. Dieser Effekt tritt dann auf, wenn sich die eine Station in der Abenddämmerung und die andere im Morgengrauen befindet. Ein interessantes Thema, was mich bewog, nun auch wieder mit "einzusteigen".
*** 2. Oktober 2005 - 160 mW ***
Am 2. Oktober waren DL6NL, G3GKI und ich gemeinsam qrv. ZL4OL, VK6DI und WB3ANQ hatten sich bereit erklärt unsere Signale zu monitoren.

VK6DI konnte meine 160 mW Dreieckschwingung gegen 1727 utc sehr gut lesen.

Auch bei ZL4OL tauchte das etwas schwächere shortpath-Signal ca. eine Stunde
später (1817 utc) auf.

Larry, WB3ANQ registrierte zunächst nur die leistungsstärkeren
Baken von DL6NL und G3GKI. Gegen 20:30 utc kam mein
Dreiecksignal dann doch noch kurzeitig aus dem Rauschen.
Die Spannrichtung meines Dipols ist für VK/ZL optimal, was das schlechtere Ergebnis nach W begründen könnte.
*** 3. Oktober 2005 - 160 mW ***

Am nächsten Morgen bestätigte sich ein weiteres Mal, dass Longpath-Signale in ZL stärker
zu empfangen sind.
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