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QRSS-Betriebsarten
DFCW (Dual Frequency CW)
Im DFCW-Mode werden Morsepunkte und -striche als Symbole gleicher Länge gesendet, wodurch gegenüber QRSS3...120 Übertragungszeit eingespart wird. Um die einzelnen Symbole voneinander unterscheiden zu können, sind Striche in der Frequenz um wenige Hz nach oben verschoben und aufeinanderfolgende, gleiche Elemente zusätzlich durch Pausen von ca. 1/4 Punktlänge getrennt. Zur Erzeugung der Frequenz-Shift ist eine externe Zusatzschaltung erforderlich, die weiter hinten beschrieben ist. Der DFCW-Mode läßt sich mit dem alternierend wirkenden Kommando ^D ein- bzw. ausschalten. Zu beachten ist dabei, dass die Shift nur erzeugt wird, wenn mit dem Kommando ^S vorher eine der QRSS-Betriebsarten aktiviert wurde, wodurch auch das Morsetempo mit festgelegt wird.
FSKCW (Frequency Shift Keying CW)
Beim FSKCW-Mode bleibt die PTT für die Dauer der Aussendung ständig eingeschaltet. In den Pausen zwischen Punkten und Strichen bzw. zwischen den Zeichen, wird die Frequenz um einige Hz nach unten umgetastet. Die Morseinformation steckt praktisch in der oberen Linie im Spektogramm und die Pausen werden durch die unteren Frequenz verkörpert. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass dadurch eine Redundanz entsteht. Falls z.B. ein Strich durch QSB in mehrere Teile zerfällt, hat man an Hand der unteren Linie eventuell noch eine Chance feststellen zu können, ob es sich wirklich um einen Strich oder mehrere Punkte handelte. FSKCW läßt sich in ähnlicher Weise wie DFCW mit dem Kommando ^C bei aktivem QRSS-Mode, ein- bzw. ausschalten und es kann die gleiche externe Beschaltung verwendet werden. Ein Beispiel für die Anwendung der Kommandos ^C und ^D ist im Abschnitt "QRSS Programmierbeispiele" erläutert.
SLOW HELL
Die von Dr. Rudolf Hell um 1930 entwickelte HELL-Schreiber Betriebsart verwendet einen 7x7 Pixel Font, wobei die die Pixel doppelt so hoch wie breit sind. Die Pixel werden von unten nach oben und von links nach rechts abgetastet und nacheinander mit einer Schrittgeschwindigkeit von 122.5 Baud (2,5 Buchstaben/Sekunde) gesendet. Ich habe diesen Font so belassen, jedoch die rechteckigen in quadratische Pixel umgewandelt, womit sich 7 Spalten und 14 Reihen mit 98 (Halb-)Pixel pro Zeichen ergeben. Außerdem kann man zwischen vier verschiedenen Pixel Geschwindigkeiten, 0.2, 0.3, 0.4, oder 0.5 Sekunden pro Pixel, wählen. Jeder Pixel-Reihe ist eine Frequenz zugeordnet. Zur Erzeugung dieser Frequenz-Shift wird ein 5-Bit-Digital-/Analogwandler verwendet, wobei nur 14 der möglichen 32 DAC-Schritte benötigt werden.
SQUELL (squarewave HELL)
Der Font des original HELL-Schreiber-Mode besteht aus sehr vielen Pixeln, die als schräge Striche am Bildschirm sichtbar werden. Jedes Pixel entspricht einer bestimmten Frequenz und wird nur für kurze Zeit ausgesendet. Sich schnell in der Frequenz ändernde Elemente, sind jedoch für das Spektralanalyseprogramm auf der Empfängerseite ungünstig, weil zur Erkennung der einzelnen Pixel zu wenig Zeit zur Verfügung steht. Es wurde deshalb versucht einen Font zu entwickeln, bei dem alle Zeichen aus relativ wenigen 1s-langen horizontalen Elementen bestehen.
Nachstehende Grafik soll das Prinzip an Hand des Buchstabens "B" verdeutlichen.
SLANT ("schräg")
SLANT ist ein durch Schrägstriche kodiertes CW, wobei ein "DIT" als Vorwärts-Schrägstrich und ein "DAH" als Rückwärts-Schrägstrich dargestellt wird. Was auf dem Bildschirm als schräge Linien erscheint, sind in Wirklichkeit langsame Frequenzänderungen nach oben bzw. unten.
TRIANGLE
Bei dieser noch recht experimentellen grafischen Betriebsart sind Morsepunkte als Dreiecke mit Spitze nach oben und Morsestriche als Dreiecke mit Spitze nach unten codiert. Die Dreiecke muß man sich dabei als aufeinanderfolgende Rechteckschwingungen vorstellen, wobei der Frequenzhub bis zur Spitze des Dreiecks schrittweise ansteigt und dann in gleicher Weise wieder abfällt.
FAT CW
Wie der Name "FAT CW" schon sagt, werden Morsepunkte und -striche bei dieser Betriebsart als dicke Linien dargestellt, um eine bessere Lesbarkeit zu erzielen. Die Elemente bestehen aus Rechteckschwingungen mit sehr geringem Frequenzhub (ca. 1 Hz), welcher am D/A-Wandler entsprechend eingestellt werden muß.
Andere grafische Elemente
Mit den im vorhergehenden Abschnitt beschriebenen Befehlen ^F, ^B und ^J kann man steigende und fallende Flanken erzeugen bzw. den D/A-Wandler auf eine definierte Position zwischen 0...31 setzen. In Kombination mit dem ^P und ^T Kommando lassen sich damit sehr eigenwillige Signalmuster erzeugen.
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