Funktionsbeschreibung / Bedienanleitung  (4)


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Verkehrsabkürzungen

Die gebräuchlichsten Verkehrsabkürzungen wurden als ALT-Tastenkombination implementiert. Mit Ausnahme von CL ist es üblich, Verkehrsabkürzungen, die aus zwei Morsezeichen bestehen, ohne Pause zwischen den Zeichen (als Überstrich dargestellt) zu senden. Folgende Kürzel sind im CWKtiny derzeitig verfügbar:


AR Alt-A Ende des Durchganges
BK Alt-B Break
CL Alt-C Ende des Funkverkehrs
KN Alt-K Aufforderung zum Senden für eine bestimmte Station
KA Alt-O Beginn des Durchganges/Spruches (open)
SK Alt-S Ende des QSOs
AS Alt-W Warten (wait)
VE Alt-V Verstanden
WR Alt-Q Internetsymbol @ (at)


Die Contest-Kontrollnummer

Diese Programmfunktion ist nicht für den Top-Contester gedacht, sondern eher für Funkamateure, die nur gelegentlich an Wettkämpfen teilnehmen, z.B. um bestimmte DX-Stationen zu arbeiten. Wer regelmäßig Conteste fährt, wird sicherlich einem PC-Programm den Vorzug geben, da es zusätzlich die Speicherung der QSO-Daten sowie die Duplikatkontrolle erlaubt.

Im RAM-Bereich ist Speicherplatz für eine 4-stellige Kontrollnummer reserviert, die sich mit den Tasten "+" und "-" (Zifferntastatur) schrittweise erhöhen bzw. vermindern läßt. Der Anfangswert der Kontrollnummer kann durch Eingabe folgender Kommandofolge neu gesetzt werden, wobei die Speicherung automatisch nach Eingabe der letzten Ziffer erfolgt:

ESC  F9  0087

Die Ziffer Null ist wahlweise als "T" oder als "0" konfigurierbar. Zwischen beiden Formaten kann mit Taste "5" der Zifferntastatur umgeschaltet werden. Kontrollnummern unter 1000 werden generell 3-stellig ausgegeben.

Die automatische Inkrementierung der Kontrollnummer kann man z.B. erreichen, indem der Speicher F4 wie folgt programmiert wird: "599  +  F9". Bei jedem Speicherabruf wird somit die Kontrollnummer zu erst um "Eins" erhöht und dann gesendet. F4 wurde gewählt, damit in Kombination mit dem Quickspeicher das Call der Gegenstation vorangestellt werden kann. Der aktuelle Wert der Kontrollnummer läßt sich mit F9 abrufen. Dies ist z.B. nützlich, wenn die Gegenstation die Wiederholung derselben anfordert. Der Rapport muß in diesem Fall durch Handeingabe oder durch Abbruf einer weiteren Speichertaste ergänzt werden.


Korrektur mit BACKSPACE

Diese Funktion ist hauptsächlich für die Korrektur falsch geschriebener Zeichen bei der Eingabe von Speichertexten (Standard-Textspeicher und Quick-Speicher) gedacht. Aber auch im normalen QSO-Betrieb können Zeichen, die bereits eingegeben, aber noch nicht gesendet wurden, wieder aus dem Vorschreibpuffer gelöscht werden.


Überlaufanzeige

Wenn der eingegebene Text länger als der verfügbare Speicherplatz ist, blinken die LEDs bei jedem zu viel geschriebenen Zeichen kurzzeitig auf, um anzuzeigen, dass das Zeichen nicht mehr gespeichert werden kann. Schreibt man bei langsamer CW-Ausgabe sehr schnell, kann der Ringpuffer überlaufen. In diesem Fall leuchtet die Num-Lock-LED, wenn im Puffer noch 5 Zeichen Reserve vorhanden sind. Wird der Reservebereich überschritten, gehen die Folgezeichen verloren. Bei normalem Schreibverhalten dürfte ein solcher Zustand nicht erreicht werden, wobei es auch nicht besonders sinnvoll ist, zu weit voraus zu schreiben.


EEPROM-Initialisierung

Beim Einschalten wird der EEPROM-Inhalt auf gültige Parameterwerte geprüft. Sind diese fehlerhaft oder liegen sie außerhalb der zulässigen Grenzen, weil z.B ein neuer, leerer EEPROM eingesetzt wurde, initialisiert er sich automatisch mit Standardwerten. Man kann sich auf diese Weise auch weitere EEPROMs mit Texten für verschiedene Anwendungsfälle erstellen und bei Bedarf umstecken.


Automatische Wiederholung von Speichertexten

Diese Funktion ist für CQ-Schleifen, Bakenaussendungen oder für Test- und Meßwecke im unbemannten Betrieb gedacht. Texte, die in den Standardspeichern F1 ... F8 oder im Quick-Memory abgelegt wurden, können zyklisch wiederholt werden, indem man F11 und danach SHIFT oder die entsprechende F-Taste betätigt. Die Wartezeit zwischen den Wiederholungen (Bakenzykluszeit) beträgt nach dem Einschalten des Moduls standardmäßig 10 s, ist jedoch zwischen 0 und 240 s in Schritten von 1 s durch folgende Eingabesequenz änderbar:

F11  008  (für z.B. 8 Sekunden)

Es sind 3-stellige Ziffern mit Vornullen einzuschreiben, wobei die Speicherung nach Eingabe der 3. Stelle automatisch erfolgt. Gleichzeitig erlischt an der Tastatur die Scroll Lock LED wieder. Bei Eingabe von Zahlenwerten größer 240 wird kein Fehlersignal erzeugt, sondern der Maximalwert 240 (4 min) abgespeichert. Bei Eingabe von 000 erfolgt die Wiederholung ohne Wartezeit. So würde beispielsweise die Tastenfolge:

F11  F1

die Wiederholung des Speicherinhaltes von F1 alle 8 Sekunden bewirken. Enthält das Quick-Memory z.B. die Sequenz text F1 F2 F3 F4, lassen sich mit

F11 SHIFT

die Inhalte der Speichertasten F1 ... F4, sowie ein zusätzlicher "text", aneinanderreihen und zyklisch ausgeben. Allerdings sind hierbei die Hinweise unter "Bugs & Infos" zu beachten, da diese Funktion nur mit Einschränkungen verwendbar ist.

Soll die Bake beim Einschalten des Gerätes bzw. nach Stromausfall automatisch wieder anlaufen, muß der Auto-Baken-Mode aktiviert werden. Dazu programmiert man zunächst einen Speicher mit dem zu sendenden Bakentext, stellt die Zykluszeit wie oben beschrieben ein und startet die Bake mit F11, gefolgt von einer der Speichertasten F1...F8. Natürlich kann man auch noch vorher das CW-Ausgabetempo anpassen und mit F10 speichern. Wenn alles wie gewünscht funktioniert, wird die Bakenaussendung mit TAB abgebrochen und der Auto-Baken-Modus mit F11  A gesetzt. Während die Bake nun wieder läuft, kann die Stromversorgung abgeschaltet werden. Nach dem Wiedereinschalten des Gerätes erfolgt der sofortige Bakenstart mit den zuletzt gewählten Parametern. Die Rückkehr zum Normal-Modus ist mit TAB möglich. Unter der Voraussetzung, dass eine Bake bereits eingerichtet ist und diese mindestens einmal gestartet wurde, reicht es auch aus nur das Kommando F11 A zu geben, um in den Auto-Mode zu gelangen. Das Quick-Memory kann für den Auto-Baken-Mode nicht verwendet werden, weil es seinen Inhalt im stromlosen Zustand verliert. Falls im Bakentext Kommandos vorkommen, die LEDs an der Tastatur einschalten (z.B. RET), muß die Tastatur angesteckt bleiben. Anderenfalls blockiert die Software.


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